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Stiftung ICP München: Therapie, Förderung, Integration

Die Stiftung ICP München (Integrationszentrum für Cerebralparesen, ehemals Spastikerzentrum) kümmert sich seit über 50 Jahren in seinen verschiedenen Einrichtungen um Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit infantiler Cerebralparese – einer Schädigung des sich entwickelnden unreifen Gehirns in seiner wichtigsten Entwicklungszeit vor, während oder kurz nach der Geburt. Ein vielseitiges, individuelles Betreuungsangebot für alle Lebensphasen stellt sicher, dass die Menschen mit Behinderung optimal gefördert werden. Ziel und Grundprinzip der Einrichtung ist es, die Betroffenen beruflich sowie auch sozial zu integrieren.

ICP für Kinder und Jugendliche
Dabei unterhält die Stiftung ICP München verschiedene Einrichtungen und Gesellschaften. Im ICP in der Garmischer Straße erhalten rund 450 Kinder und Jugendliche eine ganzheitliche Förderung und ein vielseitiges, individuelles Betreuungsangebot. Bei der ganzheitlichen Förderung bilden Sonder- und Heilpädagogik zusammen mit den entsprechenden Therapien eine effektive Synthese. Die  individuelle Betreuung  – in der integrativen Kinderkrippe und dem Kindergarten sowie später in Förderschule, Tagesstätte und Wohnheim bis in der Ausbildung im Berufsbildungswerk - stellt darüber hinaus sicher, dass die Kinder und Jugendlichen ihren Bedürfnissen entsprechend optimal versorgt sind und gefördert werden. Ganz  wichtig für ein selbstständiges  und  selbstbestimmtes Leben ist dabei die Erlernung eines Berufs. Diese Möglichkeit bietet  das  Berufsbildungswerk (BBW) des ICP den betroffenen Jugendlichen. Zudem können die jungen Erwachsenen, die an einer Ausbildung des BBW teilnehmen, im Internat oder Außenwohngruppen wohnen, wodurch sie zusätzlich Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit lernen.  

MFZ Münchner Förderzentrum GmbH
Ebenfalls zur Stiftung ICP München gehört das MFZ Münchner Förderzentrum. In dieser Spezialeinrichtung für körper- und mehrfach behinderte Erwachsene mit infantilen Cerebralparesen oder anderen neuroorthopädischen Erkrankungen sind Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Förderstätte, Wohnpflegeheim und Therapie zusammen gefasst. Je nach Schwere der Behinderung arbeiten die Menschen ent-weder in der WfbM, wo sie wirtschaftlich vermarktbare Produkte herstellen, sich so ein Gehalt verdienen und einen Rentenanspruch erwerben oder in der Förderstätte, in der sie nützliche und kreative Produkte fertigen. Diese Arbeits- und Beschäftigungsangebote steigern ihre Motivation und ihr Selbstwertgefühl. Eine individuelle Förderung und zusätzliche Spezialtherapien unterstützen diesen positiven Effekt. Im Wohnpflegeheim des MFZ wohnen die Menschen in einer sozialen Gemeinschaft zusammen. Dabei werden Selbstständigkeit und Selbstbestimmung ebenso gefördert wie die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Bewohners.

Lebenslanges Wohnrecht im neuen MFZ Freimann
Im September 2008 wurde das MFZ Freimann fertig gestellt. Hier bietet die ICP Gruppe nicht nur Wohn- und Werkstattplätze für behinderte Menschen, sondern schließt auch eine letzte Betreuungslücke: die Versorgung von behinderten Menschen im Alter. Im neuen MFZ Freimann gibt es ein Wohnpflegeheim ohne Altersbegrenzung mit Tagesstruktur für alte und behinderte Menschen, die Eingliederungshilfe benötigen, aber aufgrund ihres Alters oder auch der Schwere der Behinderung keine Förderstätte mehr besuchen können. Mit diesem Wohnangebot stellt die Stiftung ICP München sicher, dass behinderte Menschen eine umfassende  Versorgung  mit  Wohnmöglichkeit  von der Kindheit bis  zum Lebensende erhalten können. Viele Eltern nutzen dieses Angebot und erwerben für ihre Kinder ein lebenslanges Wohnrecht beim ICP München und seinen angeschlossenen Institutionen.