Stiftung ICP München feiert über 10 Jahre IKF Integrative Kinderförderung GmbH und
Spatenstich Neubau Inklusive Grundschule mit integrativem Hort

Integration und Inklusion spielen eine wichtige Rolle in den Einrichtungen der Stiftung ICP München. Bereits 2004 wurden mit der Eröffnung des ersten integrativen Kindergartens parallel zu den Spezialangeboten für Menschen mit Behinderung auch integrative Angebote eingerichtet, die in den vergangenen zehn Jahren immer weiter ausgebaut wurden. Es folgten ein integrativer Kindergarten und 2010 dann die inklusive Grundschule mit integrativem Hort. Inzwischen hat die Stiftung ICP München die integrativen und inklusiven Angebote für Kinder kontinuierlich erweitert und bietet rund 450 Plätze an fünf Standorten.  

Und die Entwicklung geht weiter. Die inklusive Grundschule mit integrativem Hort erhält jetzt einen Neubau auf dem Gelände des ICP. Der Spatenstich dafür und das zehnjährige Jubiläum der IKF Integrative Kinderförderung GmbH wurde am 2. Oktober mit einem Festakt gefeiert, bei der neben Georg Eisenreich, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus auch Josef Mederer, Bezirkstagspräsident von Oberbayern und Präsident des Bayerischen Bezirketags sowie Beatrix Zurek, Stadträtin der Landeshauptstadt München. In einem Podiumsgespräch wurden die inklusiven und integrativen Angebote der IKF GmbH und der Stiftung ICP München und deren Wichtigkeit in der Gesellschaft erläutert und Erfahrungen ausgetauscht.

Entwicklung der IKF in der Stiftung ICP München

Zentrales Anliegen der Stiftung ICP München ist es, Menschen mit Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, also Integration und Inklusion. Bereits 2004, also fünf Jahre bevor die UN-Behindertenkonvention in Kraft trat, hat sich die ICP Gruppe bereits für Integration und Inklusion eingesetzt und eine erste integrative Einrichtung – eine Kinderkrippe – eröffnet. Seither hat die Stiftung ICP München die integrativen und inklusiven Angebote kontinuierlich weiter ausgebaut. 2008 folgte ein integrativer Kindergarten und 2010 eine inklusive Grundschule mit integrativem Hort. Im vergangenen Jahr folgte eine integrative Kinderkrippe im Norden von München sowie zwei Kitas am Westpark, für letztere hat die Landeshauptstadt München die IKF mit der Betriebsträgerschaft beauftragt.

Als Spezialeinrichtung für Kinder mit Förderbedarf mit über 60 Jahren Erfahrung bieten die Einrichtungen der Stiftung ICP München parallel auch integrative Angebote. So wird sichergestellt, dass die betroffenen Eltern wählen können, welche Betreuung sie für ihr Kind wünschen - eine der zentralen Forderungen der UN-Behindertenkonvention von 2009.

Staatliche Anerkennung für Inklusive Grundschule und Neubau

Die inklusive Grundschule – vom Münchner Merkur bei ihrer Eröffnung als „Münchens mutigstes Schulprojekt“ bezeichnet – startete 2010 mit einer ersten Klasse und hat inzwischen zwei Übertrittsklassen verabschiedet. Dabei lagen die Übertrittsquoten in beiden Jahren sogar leicht über dem Landesdurchschnitt. Eine individuelle Förderung der Kinder sowohl im Schulalltag als auch im Hort, ermöglicht durch kleine Gruppengrößen und einen guten Betreuungsschlüssel, sind die Gründe für dieses gute Abschneiden unserer Schüler. Die gute Qualität der Schule wurde jetzt auch von staatliche Seite honoriert: Die inklusive Luise-Kiesselbach-Grundschule erhielt im Sommer die staatliche Anerkennung.

Derzeit ist die inklusive Grundschule mit integrativem Hort in angemieteten Räumen in der Konrad-Celtis-Straße untergebracht. Da dieses Gebäude abgerissen werden soll, hat sich die Stiftung ICP München angesichts der stabilen Schülerzahlen für einen Neubau für Schule und Hort entschieden. Die Landeshauptstadt München hat grünes Licht dafür gegeben, dass dies auf dem Gelände an der Garmischer Straße geschehen kann, so dass der Neubau baulich mit dem ICP-Hauptgebäude verbunden wird. So werden der Spezialbereich und der inklusive Bereich noch intensiver im fachlichen Austausch stehen, zudem können zentrale Bereiche wie Küche oder Therapiebad mitgenutzt werden. Der Spatenstich für den Neubau erfolgtw am 2. Oktober, die Fertigstellung ist für Ende 2016 geplant.