PRESSEINFORMATION

Gold für Sportler mit Behinderungen des ICP München

Erfolg bei deutschen Meisterschaften in paralympischer Disziplin Boccia

München, im September 2012. Zu welchen großartigen Leistungen Sportler mit Behinderungen ist spätestens seit den Paralymischen Spielen in London 2012 bekannt und begeistert die Zuschauer. Auch im ICP München wird von den hier betreuten Menschen Sport auf einem sehr hohen Niveau aktiv betrieben. Insbesondere in der Sportart Boccia haben die Sportler des ICP sehr große Erfolge zu verzeichnen. Dabei ist Boccia eine paralympische Disziplin speziell für Sportlerinnen und Sportler, die im täglichen Leben an den Rollstuhl angewiesen sind und über nur sehr wenig Kraft und Koordination in Armen und Beinen verfügen.

In Markgröningen bei Stuttgart fanden vom 14. bis 16. September 2012 die 9. Deutschen Boccia Meisterschaften statt. Bei diesen Wettkämpfen traten die Spielerinnen und Spieler, die nach Vorqualifizierungen zu den besten acht in den verschiedenen Schadensklassen (BC1 bis BC4) gehören, gegeneinander an. Auch alles Sportlerinnen und Sportler der seit 2008 bestehenden deutschen Nationalmannschaft waren am Start. Für die ICP Gruppe waren 6 Spieler am Start.

Boccia als paralympische Disziplin
Das Spiel Boccia wurde bereits im alten Griechenland gespielt und ist heute vor allem in Italien beliebt, wo es mit Holzkugeln im Freien gespielt wird. In Frankreich ist die Variante Boule sehr verbreitet, die mit Metallkugeln gespielt wird.

Hallenboccia ist eine Variante, die Menschen mit schwersten körperlichen Behinderungen vorbehalten ist und seit 1994 fest im paralympischen Programm integriert ist. Gespielt wird mit speziellen Lederbällen, die leicht zu greifen und zu werfen sind. Ein Bocciaset besteht aus jeweils sechs roten und blauen Bällen sowie einem weißem Ball, dem sogenannten Jackball. Ziel des Spi els ist es, möglichst viele eigene Bälle so nahe wie möglich am Jackball zu platzieren. Spieler, die nicht werfen können, benutzen eine speziell angefertigte Schiene.

Großer Erfolg für die ICP-Sportler
Viele der Menschen, die in den Einrichtungen der ICP Gruppe betreut werden, haben eine infantile Cerebralparese und leben deshalb mit großen Bewegungseinschränkungen. Das Bocciaspielen ist für sie sportliche Betätigung und Bestätigung gleichermaßen. Auf ihre Erfolge bei den deutschen Meisterschaften in diesem Jahr können die Boccia-Spielerinnen und Spieler der ICP Gruppe München sehr stolz sein: Drei der vier zu vergebenen Goldmedaillen gingen an die Sportler des ICP: Regina Gratz (BC1), Manuel Wolfsteiner (BC2) und Sabrina Zitzelsberger (BC4). Aber auch Thomas Franz (Silber, BC4) und Katharina Müller (5. Platz, BC1) sowie Friederike Beck (6. Platz BC3) waren sehr zufrieden mit ihren Resultaten.

Über das ICP München
Das ICP München ist eine bundesweit einmalige Spezialeinrichtung für rund 450 Kinder und Jugendliche mit infantiler Cerebralparese und anderen neuro-orthopädischen Erkrankungen. Kinder und Jugendliche erhalten hier unter ärztlicher Leitung eine ganzheitliche Förderung und ein vielseitiges, individuelles Betreuungsangebot – von der integrativen Kinderkrippe über die Förderschule, Tagesstätte und Wohnheim bis zur Ausbildung im Berufsbildungswerk. Ziel und Grundprinzip der Einrichtung ist es, die Betroffenen beruflich und sozial zu integrieren.