Thomas Pape neuer Vorstandsvorsitzender 

Dr. Hans Beyrle geht Ende August 2016 in Ruhestand  

Nach 23 Jahren, in denen Dr. Hans Beyrle die Geschäfte und die Geschicke der Stiftung ICP München geleitet hat, verabschiedet sich der Vorstandsvorsitzende nun Ende August in den Ruhestand. Nachfolger in dieser Position wird Thomas Pape, der zusammen mit dem Verwaltungsvorstand Alfons Forstpointner und dem Ärztlichen Vorstand Professor Dr. Bernhard Heimkes der Stiftung ICP München vorstehen wird. Der Sozialpädagoge Thomas Pape bringt jede Menge Erfahrung in der Jugend- und Behindertenarbeit mit. Er hat in Deutschland und auch international Systeme der Behindertenarbeit aufgebaut und konzipiert und ist bereits seit einiger Zeit für die Stiftung ICP München tätig. Thomas Pape hatte sich gegen viele Mitbewerber für die Position beim Stiftungsrat mit seiner Kompetenz und seinem Fachwissen durchgesetzt.

Aufgaben für die Zukunft
Auf den neuen Vorstandsvorsitzenden warten jede Menge Herausforderungen. Eine dringende Frage ist beispielsweise die Unterbringung von Menschen mit Behinderung im Alter und alterungsbedingtem Pflegeaufwand. Auch der weitere Ausbau von integrativen und inklusiven Angeboten wird die Stiftung ICP München beschäftigen.

Vom Spastiker-Zentrum zur Stiftung ICP München
Dr. Hans Beyrle stand seit 1993 als Geschäftsführer an der Spitze der Stiftung ICP München.  Damals firmierte das ICP München noch unter dem Namen Spastiker-Zentrum und war in alten Räumlichkeiten untergebracht. Unter Dr. Beyrle änderte sich das: Das marode Gebäude wurde 2004 durch einen modernen und großzügigen Neubau ersetzt, der Name „Spastiker-Zentrum“ wich dem Namen ICP Integrationszentrum für Cerebralparesen und schließlich wurde das ICP unter seiner Führung in eine Stiftung umgewandelt. Insgesamt ist das ICP in den vergangen mehr als zwei Dekaden sehr stark expandiert und gewachsen, fünf Tochterfirmen wie die MFZ Münchner Förderzentrum GmbH wurden gegründet.  Inzwischen ist aus der ehemaligen Elterninitiative für Kinder mit Cerebralparesen eine Stiftung geworden, die sich in ihren unterschiedlichen Einrichtung um alle Menschen mit Cerebralparesen jeden Alters kümmern – vom Kleinkind bis zum alten Menschen. Die Umwandlung des Trägervereins „Spastiker-Zentrum“ in eine Stiftung lag dem jetzt scheidenden Vorstandsvorsitzenden sehr am Herzen, da so das Vermögen nachhaltig gesichert und flexibler gewirtschaftet werden kann.

Integration und Inklusion
Dabei war es immer das Ziel von Dr. Beyrle, das ICP weiter zu entwickeln und neue Wege in der Behindertenarbeit zu gehen. So entwickelte sich unter Dr. Beyrle als Vorstandsvorsitzendem auch der integrative und inklusive Zweig des ICP – lange bevor sich die Bundesregierung 2009 zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet hatte. So wurde bereits 2004 eine integrative Kinderkrippe eröffnet, 2008 dann  ein integrativer Kindergarten und 2009 die erste inklusive Grundschule Bayerns. Weiterhin wurden unter seiner Leitung inklusive Wohnprojekte für jugendliche Auszubildende sowie in neuester Zeit mit dem Erweiterungsbau des MFZ Giesing auch für behinderte Erwachsene realisiert.

Stiftung ICP München gut aufgestellt
Die Arbeit als Geschäftsführer und später als Vorstandsvorsitzender der Stiftung ICP München war immer geprägt vom Leitsatz des ICP München „menschlich – fachlich – wirtschaftlich“.  Die uns anvertrauten Menschen werden individuell und  auf  ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt betreut, sie erhalten die beste medizinische, therapeutischen und pädagogische Unterstützung und die Stiftung wirtschaftet umsichtig und zukunftsorientiert mit den ihr zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen. Dass  Dr. Hans Beyrle ein guter Betriebswirt war und ein schwäbischer noch dazu zeigt sich auch daran, wie gut die Finanzlage der Stiftung ICP München ist. „Eine gute fachliche Betreuung für die Menschen hier ist nur möglich, wenn die Finanzen stimmen“, so der Vorstandsvorsitzende, der bei aller Wirtschaftlichkeit immer auch völlig neue Projekte wagte, wie etwa die private inklusive Grundschule. Der Erfolg gab ihm dabei immer Recht.Dabeit ist sich Dr. Hans Beyrle sicher, dass die Stiftung ICP München diesen Weg auch in Zukunft weitergehen wird.